Sozialzentrum Wattens,
Österreich

 

Aufgabenstellung:
Planung eines Pflegeheims mit angegliedertem Wohnheim für betreutes, barrierefreies Wohnen.

Detailvorgaben Pflegeheim

Planung eines Pflegeheims mit insgesamt 55 Langzeitpflege- und 5 Kurzzeitpflegeplätzen, aufgeteilt in 4 Wohngruppen à 15 Bewohner. Vorgesehen war eine Gruppenbetreuung ausschließlich mit Einzelzimmern, die einen gemeinschaftlichen Wohn-/ Essbereich und eine eigene Wohnküche aufwiesen. Weiterhin zu berücksichtigen war ein Mehrzweckraum, diverse Nebenräume, eine Großküche, Haustechnik sowie eine Kapelle mit Nebenraum. Die geplante Tiefgarage sollte 290 KFZ-Stellplätze beinhalten. Die Personenanzahl für die Tagespflege war mit 10 Personen vorgegeben.

Detailvorgaben Wohnheim

Das angegliederte Wohnheim sollte 8 Wohneinheiten berücksichtigen sowie eine Hausmeisterwohnung mit 80 qm Nettogrundfläche (NGF).

Auslober:
Marktgemeinde Wattens
2-stufiges Verfahren
Mai 2014 bis November 2014
Planer:
BEST COUNTRY FOR OLD MEN

Planungsrelevante Vorgaben

 

Sozialzentrum

60 Einzelzimmer à 25 qm NGF inkl. Bad/ WC
Mehrzweckraum 100 qm NGF
Kapelle mit Nebenraum 50 qm NGF
Tiefgarage 3.770 qm NGF

 Sozialzentrum gesamt: 3.592 qm NGF 

 

Konzeptive Darstellung der Wohngruppen

Eine erfolgreiche therapeutische Pflege von Demenzerkrankten bedarf einer herzlichen, vertrauensvollen und kommunikativen Umgebung in der ihre Bewohner im Rahmen der alltäglichen Routine ihren individuellen Tagesablauf gestalten können.

  • Offene und kommunikativ gestaltete Wohngruppen mit gemeinschaftlicher Wohnküche und Sitzbereichen für geselliges Miteinander. Unter Anleitung des Pflegepersonals sollen leichte alltägliche Haushaltstätigkeiten, z.B. Teekochen, Tisch decken u.a. von den jeweiligen Bewohnern ausgeführt werden.
  • Eine farbliche Gestaltung der einzelnen Wohngruppen dient der besseren Wiedererkennung.
  • Um dem Bewegungsdrang von Menschen mit Demenz gerecht zu werden, sind die beiden Wohngruppen auf ihrer Etage durch zwei Brücken, in Form einer Acht, als Symbol der Unendlichkeit, miteinander verbunden (Bild 1). Optional können die beiden Etagen noch über Rampen miteinander verbunden werden. Dadurch wird die Kommunikationsmöglichkeit unter den Bewohnern aller Wohngruppen ermöglicht und die Wegstrecke um ein bis zum Dreifachen verlängert (Bild 2).