Kleinraumwohnung

Neue Ideen zur Wohnarchitektur sind gefragt, denn die bekannten Wohnformen werden künftig nicht ausreichen, um den Anforderungen und Bedarfen an das Wohnen gerecht zu werden.

Idee: Integration durch Identifikation
Identifikation durch Gestaltung

Das Mitgestalten von Wohnraum, Raumaufteilung, Farbe und Ausstattung, fördert die Identifikation der Bewohner mit dem Gebäude, der Umgebung, den Nachbarn.

Darüber hinaus fördert Beschäftigung gesellschaftliche Akzeptanz. Eine frühzeitige Integration am Arbeitsmarkt trägt zum Wohlstand bei und fördert die Akzeptanz in der Gesellschaft für Unterstützung durch den Staat.

 

Konzeptidee zur Umsetzung:

Modulare Bauweise mit hohem Gestaltungsraum und kostengünstiger Umsetzung für die Bewohner.

Nicht das Gebäude soll im Vordergrund stehen, sondern das, was die Bewohner damit machen können.

"Aus der Arbeit mit Kunst lässt sich lernen, dass Architektur sich nicht aufdrängen muss, sondern Freiräume schaffen kann. Wenn wir mit Künstlern oder Kuratoren arbeiten, führen wir einen intensiven Dialog über die künstlerischen Inhalte. Mit wem sprechen Sie beim Wohnbau? Das Wohnen betrifft jede von uns, doch nur wenige sind in der Lage, die Architektur ihres Lebensraums selbst zu bestimmen. Der Entwurf eines Wohnraums sollte daher zuerst den Bewohner einbeziehen und nicht abstrakt gedacht werden. Wir können Formen für eine Beteiligung der Wohnenden am Entwurf finden, ohne dafür in den privaten Kleinstmaßstab des Eigenheims oder der Baugruppe zurückzufallen."

Wilfried Kuehn, Kurator der Ausstellung " Wohnungsfrage", Berlin 2015